Presse


Aus der Rhein-Zeitung vom 15. August 2001

Ein Prosit auf Skulpturen aus Schrott

"Kino, Vino, Kunst" ist eine gelungene Verknüpfung von cineastischem Vergnügen, köstlichem Weingenuss und einer faszinierenden Ausstellung

Was als "Kino Vino" begann, ist längst um die Kunst erweitert worden. Zu einer Ausstellungseröffnung im Kapuzinerkloster begrüßte Bürgermeister Herbert Hilken deshalb drei Künstler. Und bevor man zu "Kino Vino" in die Stadt hinabstieg, war genug Zeit für eine Auseinandersetzung mit den facettenreichen Kunstwerken.

COCHEM. "Begegnungen in Öl und Stahl", so der Titel der Ausstellung, vermitteln dem Besucher einen faszinierenden Überblick auf die Vielfältigkeit der modernen Kunst.

Für den "Stahl" zeichnet die Cochemerin Dr. Madeleine Durand-Noll verantwortlich. Die Volkswirtin und Unternehmensberaterin nimmt sich zwei bis dreimal im Jahr eine künstlerische Auszeit von der Arbeit, um auf Schrottplätzen nach geeigneten Materialien für ihre Metalllskulpturen zu suchen. "Meist ist zuerst eine Idee im Kopf und ich habe schon in Gedanken angefangen zu schweißen, wenn ich vor einem Haufen Schrott stehe", so die Autodidaktin. Zu was sie den rostigen Abfall mit den unterschiedlichsten Werkzeugen alles verwandeln kann, zeugt von einer enormen Kreativität und einer großen Portion handwerklichen Geschicks. Da bekommen unglückliche, eigentlich kurzbeinige Dackel lange Beine verpasst, weil sie ach so sehr davon träumen.